Zickzack. Aufsätze.

Hans Magnus Enzensberger: Zickzack. Aufsätze. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1997.

Umschlag

Hans Magnus Enzensbergers Essaysammlung Zickzack erschien 1997 im Suhrkamp Verlag. Im Anhang kann man die Drucknachweise der 14 Aufsätze finden, die in den Jahren von 1989–1996 entstanden sind. Die Essaysammlung ist in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt, der nur einen Aufsatz enthält, stellt der Autor dem Buch eine allgemeine Aussage voraus: Wenn man versucht, bestimmte Dinge in die Tat umzusetzen, kann man nie wissen, wo dieser Versuch hinführt. Es ist aber sicher, dass er nicht dort endet, wo man es erhofft hat, und man auch nie wieder zu dem Ausgangspunkt zurückkehren kann. Im zweiten Abschnitt beschäftigt sich Enzensberger hauptsächlich mit politischen Themen. Dabei ist besonders der Essay „Hitlers Wiedergänger“ von 1991 hervorzuheben. In diesem Aufsatz legitimiert er den ersten Irakkrieg, indem er Saddam Hussein mit Hitler vergleicht. Dies hatte bei der Erstveröffentlichung im Magazin „Der Spiegel” in der deutschen Öffentlichkeit heftige Kontroversen ausgelöst. Im dritten Abschnitt befasst sich Enzensberger mit Mode, Lyrik und Luxus. Dem Phänomen der Mode und des Luxus wirft er vor, sich auf „das pompöse Inszenieren des Nichts“ zu reduzieren. Die Lyrik ist, nach Enzensberger, das einzige Massenmedium, bei dem es mehr Produzenten als Konsumenten gibt. Eine große Anzahl von Schriftstellern schreibt für eine konstant kleine Gruppe von Lesern.



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