Vorderer Klappentext:

I
Die Poesie der Gegenwart ist universell und provinziell zugleich: beides im vornehmsten Sinn; sie ist gebunden an ihre eigene Sprache, aber auch an ein gemeinsames Bewußtsein; im Besondern bringt sie das Allgemeine an den Tag. Die Sammlung "Poesie" setzt deswegen stets neben die Übersetzung das Original. Immer noch fehlen uns unentbehrliche Werke der modernen Poesie, besonders aus jenen Sprachen, die schwer zugänglich sind. Hier sollen sie vorgestellt werden: die alten Meister der Moderne und unter ihren jüngeren Nachfolgern die, deren Werk sich in solcher Nachbarschaft behaupten kann.

II
Milosz's Gedichte erzählen eine Geschichte; die Legende von einem, der auszog, den Ort der Wahrheit, das Land der Liebe zu finden. Die enzelnen Texte lesen sich wie Fragmente eines Berichtes über dieses geistige Abenteuer: die Landschaften, die sie beschreiben, die Gestalten, die sie beschwören, gehören dem gleichen Bereich an, dem die Traumvisionen der Gnostiker, die Memorabilien Swedenborgs oder die alchemistischen Allegorien und Parabeln entstammen. / Will man zeitgenössische Namen nennen, so dürfen Mombert, Yeats, Gustav Mahler als Verwandte gelten; im Hintergrund aber, in weiter Ferne liegen Schloß und Garten einer nordischen Sagenkindheit: Wiege eines alten Geschlechts, "das fromm nun hingeht im einsamen Enkel". (Friedhelm Kemp)


Hinterer Klappentext:

Übersicht der Reihe "Poesie. Texte in zwei Sprachen" (Ekelöf, Fortini, Pessoa, Rokeah, Seferis). Außerdem der Ausschnitt aus einer Rezension der Zeitung "Die Welt", der im Hauptext zitiert wird.