Vorderer Klappentext:

Paavo Haavikko, 1931 in Helsinki geboren, lebt nicht von der Literatur, sondern arbeitet in einem Hausverwaltungsbüro. Das ist charakteristisch: es gibt von Haavikko kein Interview, keine theoretische Äußerung, nichts, was zum Bild eines erfolgreichen Autors gehört.
Dennoch sind die Gedichte, die er zwischen 1951 und 1961 geschrieben und publiziert hat, für die finnische Literatur von außerordentlichem Gewinn. Es hat dort eine moderne Poesie im strengen Sinn des Wortes bislang nicht gegeben. Um so überraschender, daß Haavikko kein Nachzügler ist und auch kein bemühter Schüler ausländischer Vorbilder. Äußerst spröde, äußerst asketisch, mißtrauisch allen Metaphern und eingeübten Kunstgriffen gegenüber, ja mißtrauisch gegen die Poesie selbst, hat er ihr Werke abgewonnen, die sich zwar ohne weiteres der avancierten Produktion Polens und Italiens vergleichen lassen, die aber zugleich unverwechselbar nach Finnland schmecken: nach seiner Landschaft, seinem Klima, seiner Leere. Unausgesprochen ist, zum Beispiel, an seinem großen Gedicht "Der Winterpalast" , wie an einem anderen waste land der historische Luftdruck eines ganzen Jahrzehnts, hier der fünfziger Jahre, abzulesen.

Hinterer Klappentext:

Übersicht der Reihe "Poesie. Texte in zwei Sprachen" (de Andrade, Ekelöf, Fortini, Haavikko, Halas, de Lubicz Milosz, Pessoa, Rokeah, Seferis, Vennberg).